§1Förderzweck

Was wir fördern.

Förderung der von Hans Lungwitz begründeten Lehre der Psychobiologie sowie der auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickelten Kognitiven Psychotherapie (Psychobiologische Analyse, Erkenntnistherapie).

Da die Psychobiologie als umfassende biologische Anthropologie in allen Wissensbereichen anwendbar ist, kommen Forschungsarbeiten aus allen Wissenschaftsgebieten in Betracht.

§2Vergabekriterien

Förderfähig sind drei Arten von Arbeiten.

  • 01

    Direkter Bezug

    Wissenschaftliche Arbeiten, die direkt auf der Psychobiologie basieren.

  • 02

    Gleichberechtigte Nutzung

    Arbeiten, welche die Psychobiologie gleichberechtigt neben anderen Theorien nutzen.

  • 03

    Kritische Auseinandersetzung

    Arbeiten, die sich kritisch mit der Psychobiologie auseinandersetzen.

Eine reine Erwähnung bzw. das ausschließliche Zitieren von Lungwitz ist als Kriterium für eine Förderung nicht ausreichend. Stipendiaten sollten grundlegendes Verständnis der Psychobiologie mitbringen.

§3Antragsprozess

In drei Schritten.

  1. 1

    Förderkriterien prüfen

    Lies die Vergabekriterien (§ 2) und prüfe, ob dein Forschungsvorhaben einen der drei Bezüge zur Psychobiologie hat.

  2. 2

    Exposé verfassen

    Schreibe ein Exposé mit Ziel, Methodik, Zeitplan und Bezug zur Psychobiologie. Stipendiaten sollten grundlegendes Verständnis der Psychobiologie mitbringen.

  3. 3

    Antrag per E-Mail einreichen

    Sende den Antrag mit Exposé an e-mail@lungwitz-foundation.de. Ein Vertrag regelt anschließend Ziele, Höhe und Dauer der Förderung.

Anträge per E-Mail an e-mail@lungwitz-foundation.de.

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04Aktuelles Forschungsprojekt

Lungwitz-Institut für Enaktivismus.

Seit August 2025 betreibt die Stiftung das Lungwitz-Institut für Enaktivismus in Dresden. Die aktuellen Stipendiaten Martin Weichold und Friedrich Hausen forschen an der Verbindung enaktiver Theorien des Geistes mit der Psychobiologie nach Lungwitz.

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05Historie

Bisher geförderte Projekte.

Eine Auswahl der von der Stiftung geförderten Forschungsarbeiten, Workshops und Publikationen seit 1999.

  1. 2018

    Buch „Präsenztherapie“, Herausgeber Karsten Wolf, Fengli Lan und Friedrich Wallner (Thieme Verlag).

  2. 2017

    Friedrich Hausen: „Philosophie der Psychobiologie“ (erschienen 2020, Verlag Traugott Bautz).

  3. 2011

    Christian Groß: Masterarbeit „Psychotrope Theorie · Thesen zur Philosophie des Geistes zwischen Naturalismus, Relativismus und Panpsychismus“.

  4. 2010

    Bücher „Gefühlsstrukturen und neuronale Grundlagen bipolarer Störungen“ und „Die Psychobiologie der Sprache“ (Thieme Verlag).

  5. 2009

    Wissenschaftliches Seminar „Gefühlsstrukturen und neuronale Grundlagen bipolarer Störungen“.

  6. 2006

    Prof. Dr. Sabine Windmann (Universität Frankfurt): funktionelle Prüfungen des orbitofrontalen Kortex.

  7. 2005

    Workshop „Wirkfaktoren kognitiver Psychotherapien“ mit Teilnehmern aus Psychologie und Neurowissenschaften.

  8. 2004

    PD Dr. Martina Piefke (RWTH Aachen): kortikale Repräsentationen emotionaler Verarbeitung. Prof. Andreas K. Engel (Hamburg-Eppendorf): Aufmerksamkeitseffekte. Buch „Gefühl und Gefühlsausdruck“ (Thieme Verlag).

  9. 2003

    „EU Advanced Course in Computational Neuroscience“ (Portugal). Dr. med. Reinhold Becker: „Die Psychobiologie von Hans Lungwitz (1881 bis 1967)“.

  10. 2002

    Prof. Dr. Klaus Obermayer (TU Berlin): Organisation des „International Neuroscience Summit 2002“. Dr. Wolf: Vorstellung von Forschungsergebnissen beim Psychiatrie-Weltkongress in Yokohama. Workshop „Gefühl und Gefühlsausdruck“.

  11. 2001

    Dr. med. Karsten Wolf (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf): „Die funktionale Bedeutung der Gefühle Ekel und Verachtung“.

  12. 2000

    Dr. Dominik Groß (Universität Würzburg): Forschungsprojekt „Hans Lungwitz“ mit drei Promotionsthemen.

  13. 1999

    Prof. Dr. med. Machleidt (Medizinische Hochschule Hannover): Druckkostenzuschuss zu „Schizophrenie · eine affektive Erkrankung“.